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Am Tunnel Altenahr: eine Wunde verheilt

Ein Licht am Ende des Tunnels kann man fünf Monate nach der #Flutkatastrophe in Altenahr sehen. Die offizielle Durchfahrt durch den Tunnel am Langfigtal ist noch nicht erlaubt, aber zu Fuß konnte ich ihn problemlos in Richtung Reimerzhoven durchqueren. Ein gutes Gefühl, wenn wieder zusammenwächst, was zusammengehört.

Der Tunnel ist wieder befahrbar – bald auch offiziell. Hier der Blick in Richtung Altenahr

Der Krater, den die Ahrflut am Tunnelrand metertief in den Boden gerissen und damit Altenahr vom Rest des Ahrtals abgetrennt hatte, ist verfüllt. Die zerstörten Gebäude dort sind abgerissen und eine neu aufgeschüttete Trasse ist vorbereitet, über die der Verkehr bald wieder in Richtung Ahrweiler rollen wird. Laut Rhein-Zeitung wird das Ende Januar/Anfang Februar der Fall sein.Sobald sie asphaltiert ist, wird die Bundesstraße 267 an der Ahr wieder durchgängig passierbar sein – ein großer Schritt zurück zu mehr Normalität im Tal.

„Passierbar“ heißt aber nicht, dass es dann schon wieder eine normale Bundesstraße sein wird. Das wird noch dauern. An vielen Stellen fühlt man sich noch immer wie auf einer Offroadstrecke, es fehlen teilweise Straßenbelag und Leitplanken, oft verengt ein mobiler Ampelverkehr die Fahrbahn. Bagger rumpeln langsam entlang der Strecke, laden Schutt auf oder füllen Schlaglöcher auf, Laster stehen für Ladearbeiten quer – zwar sieht man inzwischen mehr kleine Transporter von Elektrofirmen als diese großen Einsatzfahrzeuge, aber es sind immer noch so viele, wie es dem Ausnahmezustand im Tal entspricht. Bald soll es tageweise Komplettsperrungen geben, weil Streckenabschnitte instandgesetzt werden.

Man braucht also weiterhin viel Geduld für die Fahrt von A nach B. Aber schön, dass es wieder Licht gibt, am Ende dieses Tunnels.

Der Krater hinter dem Tunnel ist verfüllt und die Straße provisorisch wieder in Ordnung gebracht.

Carmen Molitor

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